Geschichte

 

Im Jahre 1883, als der Gründer John Bean eine innovative Schädlingsbekämpfungsmittelpumpe erfand, um eine Schuppenplage, die die Obstgärten Kaliforniens verwüstete und den Lebensunterhalt der Züchter in Gefahr brachte, zu bekämpfen, war der Erfindungsgeist von FMC geboren. Als innovative Kraft in Industrie und Landwirtschaft, wo unsere chemischen Produkte und Maschinen eine führende Marktposition halten, verändert FMC weiterhin das Leben grosser Teile der Bevölkerung.

1928 Am 14. September werden erstmals Aktien der neubenannten John Bean Manufacturing Company auf der Börse von San Franzisko gehandelt. Mit der Akquisition von den Firmen Anderson-Barngrover Co. und Sprague-Sells (Dosenfüllungsmaschinen) am 1. Oktober wird die Bean Company der grösste Lebensmittelmaschinenhersteller der Welt. Ein Wettbewerb für einen neuen Firmennamen wird ausgeschrieben; Food Machinery Corporation wird gewählt.

1929 Eine Exportabteilung wird in New York und San Franzisko eröffnet.

1930 FMC veröffentlicht einen allgemeinen Exportkatalog und öffnet das erste Überseebüro in Kapstadt (Südafrika). Zusammen mit Mather & Platt, Ltd., einem führenden Agramaschinenhersteller in England, gründet FMC die Firma Food Machinery (M&P), Ltd.

1932 Mit der Akquisition von Peerless Pump Co., (Pumpen für Tiefbrunnenturbinen hauptsächtlich für Bewässerungsanlagen) breitet sich die Firma in neuen Märkten aus und gewinnt damit Jim Hait, einen hervorragenden Ingenieur.

1934 Mit einem neuen innovativen Pumpendesign nimmt FMC eine führende Stellung im Vertrieb von Turbinenpumpen ein. Diese Pumpen werden während der grossen Wirtschaftskrise [Great Depression] in einer Reihe von Wasserprojekten eingesetzt.

1940 FMC beginnt mit der Herstellung des Alligator, eines amphibischen Kettenfahrzeuges, dass für den militärischen Einsatz umgestaltet wird. Am 1. Oktober wird Paul Davies, der Schwiegersohn von John Crummey, Präsident, während Crummey den Vorsitz übernimmt.

1941 Im Juli rollen zwei der militärischen Alligator-Prototypen, die LVT-1, von der Fertigungsstrasse. Das Militär bestellt 1000 LVT-1-Fahrzeuge zu einem Preis von $60 Millionen, was das Siebenfache des Firmenvolumens für 1940 darstellt. Weitere Erzeugnisse zum Kriegseinsatz sind Fog Fire Fighters zur Feuerlöschung mit minimalem Wasserschaden; Dekontaminierungsgeräte gegen Giftgase; und fahrbare elektrische Behälterpumpen, um Wasser aus überfluteten Teilen beschädigter Schiffe herauszupumpen.

1942 Die Herstellung des LVT-2, das erste der berühmten Water-Buffalo-Familie der LVTs, beginnt. Am 7. August wird das erste LVT in einem Militäreinsatz, um Truppen und Gerät ans Ufer zu bringen, in Guadalcanal verwendet.

1943 Mit der Akquisition von Niagara Sprayer & Chemical Co. (Insektenvertilgungs- und pilztötende Mittel) katapultiert sich FMC in die Chemiebranche. Am 20. November befindet sich das LVT in seiner ersten Kampfprobe in Tarawa (Gilbert Islands).

1944 Die Herstellung des amphibischen Panzers LVT-4 beginnt. Es ist ein Truppentransporter mit einer Hinterrampe, einer 75mm-Kanone und Maschinengewehr. Er wird zum Standardlandungsboot der amerikanischen Streitkräfte und einiger Alliierter.

1945 Am 14. Mai wird der 10000. Water-Buffalo gebaut. FMC erhält die Army-Navy "E"-Auszeichnung für hervorragende Kriegsmaterialproduktion. Die zentrale Exportabteilung wird eingrichtet, um Anfragen aus aller Welt zu bearbeiten.

1947 FMC führt zwei Produkte zur Kraftfahrzeugwartung ein, den Visualiner und Visualbalancer, Maschinen, die den Versatz von Rädern auf eine Leinwand projizieren.

1948 Nach der für FMC grössten Akquisition von Westvaco Chemical Corp. (Chlor und Ätznatron für die Herstellung von organischen Insekten- und Schädlingsvertilgungsmitteln) ändert die Firma ihren Namen auf Food Machinery and Chemical Corporation. Westvaco bringt enorme Vorkommen von Phosphor (für die synthetische Herstellung von Reinigungsmitteln) und Trona (für die Herstellung von Glas und ähnlichen Produkten) mit in die Firma. Mit der Akquisition von Austral-Otis Engineering Co. Ltd. (eine in Melbourne ansässige Maschinenbaufirma) wird die FMC Australia Ltd. gegründet.

1949 FMC Australia Ltd. eröffnet eine Anlage in Moorabbin (Australien), um Dosenfüllmaschinen und andere Lebensmittelverarbeitungsprodukte herzustellen.

1950 FMC entwickelt einen interdigitierenden Entsafter für Zitrusfrüchte, der die Zitrusfruchtindustrie revolutioniert.

1951 Die Herstellung des nichtamphibischen gepanzerten Infanterietransports M75 beginnt für den Einsatz im Korea-Krieg. Die Intermountain Chemical Corp. wird gegründet, um die Tronabesitze zu verwalten.

1952 FMC erhält einen Auftrag zur Herstellung des neuen amphibischen Transport M59. Mit der Gründung von Peerless-Tisa, S.A. in Monterrey (Mexiko), erwirbt die Firma einen fünfzigprozentigen Anteil von Tisa, der mexikanischen Pumpenwerke. Zusammen mit Varley Pumps & Engineering, Ltd. in Brentford (England) bildet FMC die Varley-FMC Ltd., und führt ein transportierbares Räderausrichtgerät, das On-The-Car Wheel Balancer, ein.

1953 Die Stiftung FMC Foundation wird zur Förderung von Institutionen im zivilen, kulturellen und Bildungsbereich gegründet. Tronaproduktion beginnt in Green River (Wyoming).

1954 FMC bildet ein Joint Venture mit der in Houston ansässigen Tennessee Gas Transmission Company zur Gründung der Petro-Tex Chemical Corp. (Tenneco) (Butadien, ein Zwischenprodukt zur Herstellung von Synthesegummi). (Im Jahre 1977 kauft Tenneco den fünfzigprozentigen Anteil von FMC auf.) Mit der Akquisition der in Port Elizabeth ansässigen Morris & Martin, Ltd. (Dosenfüllgerät), gründet FMC die Food Machinery, Ltd. (Südafrika).

1955 Eine neue Tochtergesellschaft wird in Sao Paulo (Brasilien) zur Herstellung von John-Bean-Spritzgeräten gegründet. FMC bildet ein Joint Venture mit den DIV-Gruppen zur Gründung der FMC EDIVola S.A., um Zitrusverarbeitungsmaschinen und -methoden zu produzieren und zu vermarkten.

1956 In Princeton (New Jersey) wird ein Chemikalienforschungslabor aufgebaut. John Crummey tritt als Vorstandsvorsitzender zurück und wird Ehrenvorsitzender des Vorstandes. Paul Davies wird zum Vorstandvorsitzenden und CEO gewählt.

1958 FMC bildet in Japan und Brasilien Joint-Venture-Unternehmen zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd. FMC erhält Lizenzen, um Chemikalien in Argentinien und Petroleumgerät in Mexiko und Japan herzustellen. Werke werden in Cordoba (Argentinien) gebaut, um verschiedene Maschinenserien herzustellen.

1960 Im Juni wird der leichtgebaute gepanzerte Personaltransport M113 in Betrieb gesetzt. Dieser leichte Panzer kann von einem Transportflugzeug aus eingesetzt werden. FMC entwickelt Kargoladegeschirr und Entfrostungssysteme für Düsenflugzeuge. Die Firma erwirbt einen fünfzigprozentigen Anteil an Luceat S.A. in Sens (Frankreich) für die Herstellung von Petroleumgerät und erteilt Lizenzen für die Herstellung von Kohlenstoffdisulfid in Italien, England und Brasilien. Die japanische Schwesterfirma Tokai Denka Kaisha beginnt mit der Herstellung von Industriechemikalien und gründet FMC (Japan) Ltd., um Dosenfüllungs- und Verpackungsmaschinen herzustellen.

1961 Der Firmenname wird geändert und lautet jetzt FMC Corporation. FMC erhält einen U.S.-Air-Force-Auftrag von $20 Mio. zur Lieferung von Dimazine, einem hochenergetischen Raketentreibstoff, der später für die Mondlandeeinheit "Eagle" bei der historischen Mondlandung im Jahr 1969 eingesetzt wurde.

1962 Die verschiedenen Chemieunternehmen werden in die folgenden Gruppen umorganisiert: Anorganisch, Organisch und Niagara. In Westdeutschland beginnt die Herstellung des Personaltransporter M113.

1963 FMC gründet ein hauseigenes Computerzentrum in San Jose (Kalifornien). Die Firma erwirbt American Viscose Corp. (Avisco) (Zellulosefasern und -film, besonders Zellwolle und Zellophan). Avisco produzierte ein Drittel der in den USA verkauften Gesamtmenge von Zellwolle und Azetat. Die Akquisition von Avisco war die grösste seit der von Westvaco.

1966 Zum ersten Mal sind Einnahmen höher als $1 Mia. Paul Davies tritt als Präsident zurück und Jim Hait wird CEO. FMC erwirbt einen zwanzigprozentigen Anteil an Foret S.A. in Barcelona (Spanien) (allgemeine anorganische Chemiekalien, einschliesslich Peroxidverbindungen, -Derivate und -Silikate).

1967 FMC führt Furadan, ein Insekten- und Nematodenvertilgungsmittel mit grossem Wirkungsspektrum ein. Die amerikanische Marine tested die Schnellfeurgeschützlafette Mark 45 auf See. Die Akquisition von Link-Belt Co. (kraftbetriebene Transport-, Verarbeitungs- und andere Massengutumschlagseinrichtungen) ist die zweitgrösste des Jahrzehnts.

1968 Die Geschäftsbereiche der Firma werden in die folgenden vier Gruppen geteilt: Maschinen, Chemikalien, Faser und Film, und Feldzeugmaterial. Jim Hait gibt seine CEO-Position an Jack Pope ab. FMC wird ein massgeblicher Hersteller von synthetischem Glyzerin, das für Zahnpasta, Kaugummi, Tabak und Kosmetika verwendet wird.

1969 Die OiLine-Abteilung wird gegründet, um eine Behälterölpumpen- und Tauchmotorenserie herzustellen und auf den Markt zu bringen.

1970 Die Chemikaliengruppe gründet die Environmental Planning Department, die erste Abteilung von FMC, zur Feststellung möglicher Umweltsprobleme. FMC gründet regionale Unternehmensfilialen in Brüssel, Moskau, Sao Paulo, Buenos Aires und Tokyo. Die Fertigung des LVTP7, eines neuen, aus Aluminiumpanzerplatten hergestellten Water-Buffalo-Typs, beginnt. Eine Fabrik wird in Dunfermline (Schottland) errichtet, um Bohrloch- und Absperrklappen herzustellen und auf den Nordseemarkt zu bringen.

1971 Am 5. November wird Robert Malott zum Präsidenten und CEO gewählt, wirksam ab 1. Januar 1972. Jim Hait tritt als Vorstandsvorsitzender zurück; an seine Stelle tritt Benjamin Carter. Ausserdem treten Jack Pope, Paul Davies und der Ehrenvorsiztende John Crummey, dreiundneunzigjährig und nach siebzigjähriger Dienstzeit in den Ruhestand.

1972 Der Firmensitz wird nach Chicago verlegt. FMC trennt sich von den nicht-gewinnbringenden Unternehmen, einschliesslich Faser- und Pumpenwerke. Die Firma erhält zwei grössere Militär-Aufgträge für die Entwicklung von Prototypen für ein Mechanized-Infantry-Combat-Vehicle, einen Personaltransport mit verstärkter Feuerkraft und Sicherheitsschutz und für ein gepanzertes Aufklärungsfahrzeug. FMC entwickelt den FMC 2900R, einen Reiseomnibus. (Diese Serie lief 1976 aus.)

1973 Das Firmenidentitätsprogramm wird eingeführt und damit ein eindrucksvolles neues Warenzeichen. Die Firma entwickelt ein schnelles Raupenfahrzeug für die Forstwirtschaft zum Anheben und Transportieren von Baumstämmen.

1976 McKinsey & Co. führt eine Tiefenstudie über FMC durch. Die Firma führt das Good-Government-Programm ein, wonach Ingenieure und leitende Angestellte Zuwendungen an politische Kandidaten, deren Standpunkte die Interessen von FMC reflektieren, machen können. Die Firma erhält einen Entwicklungsauftrag für das Fighting-Vehicle-System, das später nach General Omar Bradley das Bradley-Fighting-Vehicle genannt wird.

1977 Als Ergebnis der McKinsey-Untersuchung wird FMC reorganisiert und umstrukturiert. Ray Tower wird Präsident und Emiel Nielsen wird zum stellvertretenden Vorsitzenden ernannt; beide fungieren als COO (Chief Operating Officers). Die Firma gründet ein Büro in Washington (D.C.) für Regierungsangelegenheiten. Der Foret-Anteil von FMC vergrössert sich um 41 Prozent auf 91 Prozent. Zur gemeinsamen Herstellung von Personaltransportern (M113) in Belgien und den Niederlanden schliessen FMC und eine belgische Firma einen Kooperationsvertrag ab. Die Environmental Planning Department wird in den Firmenhauptsitz verlegt, um Maschinen- und Chemikalienfabriken zu beaufsichtigen. FMC erwirbt Marine Colloids Inc., weltführend in der Herstellung von Carrageenan (einem Schlüsselbestandteil und Emulgierungsmittel in Lebensmitteln) und Agarose (für medizinische Anwendungen, besonders auf dem wachsenden Gebiet der Genforschung).

1978 FMC liefert drei Prototypen des Bradley-Fighting-Vehicle für Proben an die Armee. Eine Anlage wird in Araraquara eröffnet, um Extraktions- und Spritzgeräte für die brasiliänische Zitrusindustrie herzustellen. FMC wird der zweitgrösste Hersteller von Wasserstoffperoxid.

1980 Der Umsatz ins Ausland steigt auf $1 Mia. FMC erhält einen Vertrag von $206 Mio. für 100 Bradley-Fighting-Vehicles. Nach der Entdeckung eines beträchtlichen Goldvorkommens in Elko County (Nevada) bildet die Firma ein 30-70 prozentiges Joint Venture mit Freeport Minerals Co., um das Gold zu gewinnen; damit tritt FMC in die Goldindustrie ein. Der Aufbau des Jerritt-Canyon-Tagebau und des Goldwerkes beginnt. FMC führt Marshal, ein Furadan-Analogon auf den europäischen und asiatischen Märkten ein.

1981 Das erste Bradley-Fighting-Vehicle rollt im Mai von der Fertigunstrasse. FMC erhält einen zweiten Auftrag für 400 Bradleys.

1982 FMC testet das Aussolen in dem Green-River-Werk (Wyoming). Obwohl das Aussolen ein gewöhnliches Extraktionsverfahren für Steine und Erden ist, wird FMC die erste Firma, die das Aussolen mit Trona versucht. Die Firma entdeckt noch ein Gold- und Silbervorkommen in der Nähe von Gabbs (Nevada). Der Besitz wird nach einer naheliegenden Gebirgskette Paradise Peak genannt.

1983 Im September treffen die Topmanager zusammen und stellen fest, dass FMC ihren Kunden auf allen Geschäftsebenen und in allen Geschäftsbereichen mehr Aufmerksamkeit widmen und ihre Mitarbeiter wirksamer einsetzen und schulen muss. Die Firma verpflichtet sich, einen bestimmten Umweltschutzstandard einzuführen, beginnt ihre Werke- und Geschäftsbereiche auf Umweltfreundlichkeit zu prüfen und beschliesst, ihren Industriemüll zu reduzieren. FMC führt den Matching-Gift-Plan ein, ein Programm, bei dem FMC jede Geldspende eines Mitarbeiters an eine Universität oder Hochschule mit einem gleichen Betrag honoriert.

1984 Das Bradely-Fahrzeug ist das erste Waffensystem, dass von dem US Kongress die Auflage bekommt, unter realistischem Beschuss getestet zu werden. Im Anschluss an diesen Test werden Verbesserungen vorgenommen: der Benzintank wird an eine unempfindlichere Stelle verlegt, Stahlbewehrung sowie Platten aus dem neuentwickelten Kevlar werden als zusätzlichen Schutz gegen fliegendes Schrapnell installiert.

1985 Bei einem Treffen in Scottsdale (Arizona) lancieren FMC-Manager ein neues, firmenweites Geschäftsziel, nämlich "meistgeschätzter Zulieferer für unsere Kunden" zu werden. Die Firma erwirbt Lithium Corp. of America, der weltweit grösste Hersteller von Lithium, das in Batterien, Pharmazeutika, Schmiermitteln, hochwiderstandsfähigen Kunststoffen und hochreinen Computerchips Anwendung findet.

1986 Die Kapitalausstattung der Firma wird umstrukturiert, so dass die Mitarbeiter nunmehr mit 36 statt 10 Prozent Anteilen an FMC beteiligt sind. Command, das Sojabohnenherbizid wird auf den Markt gebracht. Die TV-Sendung "60 Minutes" stellt die Leistung und Kosten des Bradley in Frage. Der erste Goldguss wird in Paradise Peak durchgeführt.

1991 Im Februar werden 2000 Bradleys zum Einsatz an den persischen Golf geschickt. Zusammen mit Santa Fe Minerals installiert FMC das erste flusslinienverbundene Unterseesystem im Golf von Mexiko. Im September wird der Präsident Bob Burt nach Bob Malotts Eintritt in den Ruhestand im Oktober zum Vorsitzenden und CEO ernannt. FMC verpflichtet sich, bis 1995 die Emissionsmenge von 17 Schlüsselstoffen auf 50% zu reduzieren. Die Firma eröffnet ein Carrageenanwerk in Cork (Irrland) und führt ihre Fresh'n Squeeze Multi-Frucht-Entsafter ein. FMC beginnt die Entwicklung des Advanced-Field-Artillery-System (später umbennant Crusader), das Haubitze- und Versorgungsfahrzeug der nächsten Generation. Die Firma versorgt das Statoil-Statfjord-Satellite-Projekt (Kongsberg Offshore) mit Bohrausrüstung.

1992 Umsätze erreichen $4 Mia. FMC und Harsco verbinden ihre Verteidigungsunternehmen; FMC hat einen sechzigprozentigen Anteil. FMC bildet ein Joint Venture mit NPO Sibneftegazprommashm für Bohrlochgeräte in Russland, gründet eine Bohrausrüstungszentrale für die Nordsee in Stavanger (Norwegen) und eröffnet eine Anlage in Pasir Gudang (Malaysia) zur Herstellung von Ausrüstung für die Energiegewinnung und -übertragung. Die Umweltschutzbehörde genehmigt die Anwendung von Rugby (Insekten- und Nematodenvertilgungsmittel) für importierte Bananen und von Fury-Pyrethrin (Insektenvertilgungsmittel) für Baumwolle. Talstar (Insekten- und Nematodenvertilgungsmittel) wird in Japan eingetragen. FMC beginnt mit der Entwicklung des Armored-Gun-Systems, eines leichten schnelleinsetzbaren Panzerabwehrfahrzeuges.

1993 FMC alliiert sich mit der Unterseeentwicklungs- und Baufirma von Rockwater, Brown und Root. Die Firma versorgt Amocos Liuhua-Projekt mit Energieausrüstung und installiert Produktionsanlagen zur Zitrussaftherstellung für U.S. Sugar Corp. FMC bildet viele Joint-Venture-Unternehmen: FMC Arabia für Verteidigungsausrüstung; FMC Tyumen Petroleum Equipment für Bohrausrüstung in Russland; und P.T. Bina Guna Kimia für Agrarchemikalien in Indoesien. Wegen der Erschöpfung des Goldvorkommens in Paradise Peak, wird die dortige Anlage geschlossen. FMC führt AviSphere (für Pharmazeutika mit Komponenten zur Langzeitwirkung) und das Commander 30 Kargogerät ein. Die Firma erwirbt Kongsberg Offshore A. S. (Untersee- Petroleumtechnologie- und Kontrollsysteme) und SOFEC Inc. (Tiefwasserhafen und schwimmende Produktionsanlagen).

1994 Das Verteidigungsgeschäft bekommt die Bezeichnung United Defense; die Zentrale des L.P. Food Machinery Geschäfts wird für Globalisierungszwecke nach Europa verlegt. FMC erhält von TechniCal die LogTec-Lebensmittelkonservierungslizenz und investiert in neue Aussol-Technologien, um ihre Kapazität für kalziniertes Soda zu erweitern und Kosten abzubauen. FMC entwickelt neue Lithiumquellen in Argentinien. Die Firma bildet ein Joint Venture für Landwirtschaftsprodukte in China und und weitere Joint-Venture-Unternehmen in Russland und Oman für Energieanlagen. Ein Wasserstoffperoxid-Werk wird in Delfzijl (Niederlande) errichtet. FMC beginnt mit der Entwicklung des Bradley A3, einer Weiterentwicklung mit Elektronik und Software der nächsten Generation. FMC Gold schliesst das Royal-Mountain-King-Bergwerk. FMC führt Belclene 494, einen industriellen Wasserzusatzstoff ein und erwirbt die in Salta (Argentinien) ansässige Jetway Systems (Fluggastbrücken).

1995 Umsätze erreichen $4.5 Mia. Es ist ein Aufschwungsjahr für FMC-Energieausrüstung: FMC alliiert sich für die nächsten fünf Jahre mit Shell Offshore Inc. für Tiefwasserbohrungen und Ölverarbeitung und übernimmt die Energieausrüstung für das Statoil-Norne-Projekt, das Arco-Gawain-Projekt und das Petrobras-Barracuda-Projekt. Die Firma beginnt mit dem Entwerfen und der Entwicklung von HOST, dem Hinge-Over-Subsea-Template-Modell für Statoil. FMC erwirbt Moorco International Inc., einen führenden Hersteller von Ventilen, einschliesslich der Smith-Meter- und Crosby-Ventile. Die Firma bildet kalzinierte Soda-Joint-Venture-Unternehmen mit Nippon Sheet Glass und Sumitomo und liefert Fluggastbrücken für die Kuala Lumpur und Penang Flughäfen. Das Sulfentrazone-Sojabohnenherbizid wird in Brasilien und Paraguay eingetragen. FMC führt viele pharmazeutische Produkte ein: die Tablettenbindemittel Endurance und Endurance-Plus, das Superdisintegrationsmittel Accelerate, den kaubaren Arzneistoffträger Avicel CE und Celphere für Dosierungen mit Langzeitwirkungskomponenten. FMC Gold verkauft das Paradise-Peak-Bergwerk. FMC erwirbt FranRica (Tomatenverarbeitungs- und aseptische Anlagen) und AT Biochem (DNA-Sequenzierung und Mutationsermittlung).

1996 Die Umsätze steigen auf US$ 5 Mia. FMC stellt Energieausrüstungen für das Albacora-Projekt von Petrobras sowie Shells Mensa-Projekt her. Ausserdem wählt Mobil unsere Firma für die Herstellung von Unterseeanlagen für ihre westafrikanischen Offshore Entwicklungungen. Die Herbizide Authority werden in Nordamerika eingeführt. Unser chinesisches Joint-Venture-Unternehmen eröffnet ein neues Agrarproduktwerk in Suzhou. FMC bringt den Flammenhemmstoff Reofos RDP zur Herstellung von technischen Thermoplasten auf den Markt. Das pharmazeutische Geschäft dringt mit dem Vertrieb der mikrokristallinen Zellulose Avicel (ein Bindemittel) in den chinesischen Markt ein. Die Firma trennt sich von FMC Gold Company und erwirbt Frigoscandia Equipment (Industrie-Gefrier-, Brat- und Backeinrichtungen zur Lebensmittelverarbeitung), einschliesslich Stein (Brat- und Backeinrichtungen sowie Paniermaschinen) und Sandei SRL, den weltweit grössten Hersteller von kleineren Tomatenerntegeräten.

1997 Das Lebensmittelmaschinenunternehmen wird umbenannt und heisst jetzt FMC FoodTech. FMC führt die Hochdruck-Wasserstrahlschneidemaschine DSI 624 und den Dampfpasteurisierapparat (um Baktierienverunreinigungen in Rindfleisch zu minimalisieren) ein. Die Firma versorgt das Shell-Mensa-Projekt, das Petrobras-Barracuda-Projekt und das Mobil-Zafiro-Projekt mit Energieausrüstungen. FMC alliiert sich für eine fünfjährige Zeit mit Mobil Lubricants. Die Firma führt die folgenden Produkte ein: einen Coriolis-Massendurchsatzmesser, um den Gas- und Öldurchfluss in Gasfernleitungen und Öl-Pipelines präzise zu messen; das lösliche Phosphat Polyclear für flüssige Industriereinigungsmittel; die hochaufnahmefähige kalzierte Soda AbsorptaPlus für Pulverwaschmittel; die gereinigte Trona S-Carb, die als ein Tierfutteradditiv benutzt wird. Das Sulfentrazone-Sojabohnenherbizid wird in den U.S.A. eingetragen und als Authority Broadleaf eingeführt. FMC bringt das Sulfentrazone-Sojabohnenherbizid (für Getreide) als Affinity, Lexus Class und Platform auf den europäischen Markt. Zwei pharmzeutische Bindemittel werden auf den Markt gebracht: Super-Tab für direkte Tablettenkompressionsvorgänge und die mikrokristalline Zellulose Ceolus für kleinere leicht schluckbare Tabletten. Zwei Wasserzusatzstoffe werden eingeführt: Belgard EV2030 für Kunden im Mittleren Osten und das Biozid Bellacide 375 zur Bekämpfung von Mikroorganismen in Kühltürmen.

1998 FMC liefert Energieausrüstungen für das Terra-Nova-Projekt von Petro-Canada und für das Elf-Girassol-Projekt. Airport Products bringt den Schubtraktor, der auf dem europäischen Markt populär ist, neu heraus. Das Lithiumwerk in Argentinien beginnt mit der Produktion. FMC erteilt DuPont das exklusive Recht, Sulfentrazone für amerikanische Sojabohnen zu verwenden, behält sich aber die diesbezüglichen Rechte für alle anderen Märkte vor. Carfentrazone-Ethyl wird in Amerika eingetragen und unter dem Namen Aim vermarktet.


 

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