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Im Jahre 1883, als
der Gründer John Bean eine innovative Schädlingsbekämpfungsmittelpumpe
erfand, um eine Schuppenplage, die die Obstgärten Kaliforniens verwüstete
und den Lebensunterhalt der Züchter in Gefahr brachte, zu bekämpfen, war
der Erfindungsgeist von FMC geboren. Als innovative Kraft in Industrie
und Landwirtschaft, wo unsere chemischen Produkte und Maschinen eine führende
Marktposition halten, verändert FMC weiterhin das Leben grosser Teile
der Bevölkerung.
1928 Am 14.
September werden erstmals Aktien der neubenannten John Bean Manufacturing
Company auf der Börse von San Franzisko gehandelt. Mit der Akquisition
von den Firmen Anderson-Barngrover Co. und Sprague-Sells (Dosenfüllungsmaschinen)
am 1. Oktober wird die Bean Company der grösste Lebensmittelmaschinenhersteller
der Welt. Ein Wettbewerb für einen neuen Firmennamen wird ausgeschrieben;
Food Machinery Corporation wird gewählt.
1929 Eine Exportabteilung
wird in New York und San Franzisko eröffnet.
1930 FMC veröffentlicht
einen allgemeinen Exportkatalog und öffnet das erste Überseebüro in Kapstadt
(Südafrika). Zusammen mit Mather & Platt, Ltd., einem führenden Agramaschinenhersteller
in England, gründet FMC die Firma Food Machinery (M&P), Ltd.
1932 Mit der
Akquisition von Peerless Pump Co., (Pumpen für Tiefbrunnenturbinen hauptsächtlich
für Bewässerungsanlagen) breitet sich die Firma in neuen Märkten aus und
gewinnt damit Jim Hait, einen hervorragenden Ingenieur.
1934 Mit einem
neuen innovativen Pumpendesign nimmt FMC eine führende Stellung im Vertrieb
von Turbinenpumpen ein. Diese Pumpen werden während der grossen Wirtschaftskrise
[Great Depression] in einer Reihe von Wasserprojekten eingesetzt.
1940 FMC beginnt
mit der Herstellung des Alligator, eines amphibischen Kettenfahrzeuges,
dass für den militärischen Einsatz umgestaltet wird. Am 1. Oktober wird
Paul Davies, der Schwiegersohn von John Crummey, Präsident, während Crummey
den Vorsitz übernimmt.
1941 Im Juli
rollen zwei der militärischen Alligator-Prototypen, die LVT-1, von der
Fertigungsstrasse. Das Militär bestellt 1000 LVT-1-Fahrzeuge zu einem
Preis von $60 Millionen, was das Siebenfache des Firmenvolumens für 1940
darstellt. Weitere Erzeugnisse zum Kriegseinsatz sind Fog Fire Fighters
zur Feuerlöschung mit minimalem Wasserschaden; Dekontaminierungsgeräte
gegen Giftgase; und fahrbare elektrische Behälterpumpen, um Wasser aus
überfluteten Teilen beschädigter Schiffe herauszupumpen.
1942 Die Herstellung
des LVT-2, das erste der berühmten Water-Buffalo-Familie der LVTs, beginnt.
Am 7. August wird das erste LVT in einem Militäreinsatz, um Truppen und
Gerät ans Ufer zu bringen, in Guadalcanal verwendet.
1943 Mit der
Akquisition von Niagara Sprayer & Chemical Co. (Insektenvertilgungs- und
pilztötende Mittel) katapultiert sich FMC in die Chemiebranche. Am 20.
November befindet sich das LVT in seiner ersten Kampfprobe in Tarawa (Gilbert
Islands).
1944 Die Herstellung
des amphibischen Panzers LVT-4 beginnt. Es ist ein Truppentransporter
mit einer Hinterrampe, einer 75mm-Kanone und Maschinengewehr. Er wird
zum Standardlandungsboot der amerikanischen Streitkräfte und einiger Alliierter.
1945 Am 14.
Mai wird der 10000. Water-Buffalo gebaut. FMC erhält die Army-Navy "E"-Auszeichnung
für hervorragende Kriegsmaterialproduktion. Die zentrale Exportabteilung
wird eingrichtet, um Anfragen aus aller Welt zu bearbeiten.
1947 FMC führt
zwei Produkte zur Kraftfahrzeugwartung ein, den Visualiner und Visualbalancer,
Maschinen, die den Versatz von Rädern auf eine Leinwand projizieren.
1948 Nach der
für FMC grössten Akquisition von Westvaco Chemical Corp. (Chlor und Ätznatron
für die Herstellung von organischen Insekten- und Schädlingsvertilgungsmitteln)
ändert die Firma ihren Namen auf Food Machinery and Chemical Corporation.
Westvaco bringt enorme Vorkommen von Phosphor (für die synthetische Herstellung
von Reinigungsmitteln) und Trona (für die Herstellung von Glas und ähnlichen
Produkten) mit in die Firma. Mit der Akquisition von Austral-Otis Engineering
Co. Ltd. (eine in Melbourne ansässige Maschinenbaufirma) wird die FMC
Australia Ltd. gegründet.
1949 FMC Australia
Ltd. eröffnet eine Anlage in Moorabbin (Australien), um Dosenfüllmaschinen
und andere Lebensmittelverarbeitungsprodukte herzustellen.
1950 FMC entwickelt
einen interdigitierenden Entsafter für Zitrusfrüchte, der die Zitrusfruchtindustrie
revolutioniert.
1951 Die Herstellung
des nichtamphibischen gepanzerten Infanterietransports M75 beginnt für
den Einsatz im Korea-Krieg. Die Intermountain Chemical Corp. wird gegründet,
um die Tronabesitze zu verwalten.
1952 FMC erhält
einen Auftrag zur Herstellung des neuen amphibischen Transport M59. Mit
der Gründung von Peerless-Tisa, S.A. in Monterrey (Mexiko), erwirbt die
Firma einen fünfzigprozentigen Anteil von Tisa, der mexikanischen Pumpenwerke.
Zusammen mit Varley Pumps & Engineering, Ltd. in Brentford (England) bildet
FMC die Varley-FMC Ltd., und führt ein transportierbares Räderausrichtgerät,
das On-The-Car Wheel Balancer, ein.
1953 Die Stiftung
FMC Foundation wird zur Förderung von Institutionen im zivilen, kulturellen
und Bildungsbereich gegründet. Tronaproduktion beginnt in Green River
(Wyoming).
1954 FMC bildet
ein Joint Venture mit der in Houston ansässigen Tennessee Gas Transmission
Company zur Gründung der Petro-Tex Chemical Corp. (Tenneco) (Butadien,
ein Zwischenprodukt zur Herstellung von Synthesegummi). (Im Jahre 1977
kauft Tenneco den fünfzigprozentigen Anteil von FMC auf.) Mit der Akquisition
der in Port Elizabeth ansässigen Morris & Martin, Ltd. (Dosenfüllgerät),
gründet FMC die Food Machinery, Ltd. (Südafrika).
1955 Eine neue
Tochtergesellschaft wird in Sao Paulo (Brasilien) zur Herstellung von
John-Bean-Spritzgeräten gegründet. FMC bildet ein Joint Venture mit den
DIV-Gruppen zur Gründung der FMC EDIVola S.A., um Zitrusverarbeitungsmaschinen
und -methoden zu produzieren und zu vermarkten.
1956 In Princeton
(New Jersey) wird ein Chemikalienforschungslabor aufgebaut. John Crummey
tritt als Vorstandsvorsitzender zurück und wird Ehrenvorsitzender des
Vorstandes. Paul Davies wird zum Vorstandvorsitzenden und CEO gewählt.
1958 FMC bildet
in Japan und Brasilien Joint-Venture-Unternehmen zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd.
FMC erhält Lizenzen, um Chemikalien in Argentinien und Petroleumgerät
in Mexiko und Japan herzustellen. Werke werden in Cordoba (Argentinien)
gebaut, um verschiedene Maschinenserien herzustellen.
1960 Im Juni
wird der leichtgebaute gepanzerte Personaltransport M113 in Betrieb gesetzt.
Dieser leichte Panzer kann von einem Transportflugzeug aus eingesetzt
werden. FMC entwickelt Kargoladegeschirr und Entfrostungssysteme für Düsenflugzeuge.
Die Firma erwirbt einen fünfzigprozentigen Anteil an Luceat S.A. in Sens
(Frankreich) für die Herstellung von Petroleumgerät und erteilt Lizenzen
für die Herstellung von Kohlenstoffdisulfid in Italien, England und Brasilien.
Die japanische Schwesterfirma Tokai Denka Kaisha beginnt mit der Herstellung
von Industriechemikalien und gründet FMC (Japan) Ltd., um Dosenfüllungs-
und Verpackungsmaschinen herzustellen.
1961 Der Firmenname
wird geändert und lautet jetzt FMC Corporation. FMC erhält einen U.S.-Air-Force-Auftrag
von $20 Mio. zur Lieferung von Dimazine, einem hochenergetischen Raketentreibstoff,
der später für die Mondlandeeinheit "Eagle" bei der historischen Mondlandung
im Jahr 1969 eingesetzt wurde.
1962 Die verschiedenen
Chemieunternehmen werden in die folgenden Gruppen umorganisiert: Anorganisch,
Organisch und Niagara. In Westdeutschland beginnt die Herstellung des
Personaltransporter M113.
1963 FMC gründet
ein hauseigenes Computerzentrum in San Jose (Kalifornien). Die Firma erwirbt
American Viscose Corp. (Avisco) (Zellulosefasern und -film, besonders
Zellwolle und Zellophan). Avisco produzierte ein Drittel der in den USA
verkauften Gesamtmenge von Zellwolle und Azetat. Die Akquisition von Avisco
war die grösste seit der von Westvaco.
1966 Zum ersten
Mal sind Einnahmen höher als $1 Mia. Paul Davies tritt als Präsident zurück
und Jim Hait wird CEO. FMC erwirbt einen zwanzigprozentigen Anteil an
Foret S.A. in Barcelona (Spanien) (allgemeine anorganische Chemiekalien,
einschliesslich Peroxidverbindungen, -Derivate und -Silikate).
1967 FMC führt
Furadan, ein Insekten- und Nematodenvertilgungsmittel mit grossem Wirkungsspektrum
ein. Die amerikanische Marine tested die Schnellfeurgeschützlafette Mark
45 auf See. Die Akquisition von Link-Belt Co. (kraftbetriebene Transport-,
Verarbeitungs- und andere Massengutumschlagseinrichtungen) ist die zweitgrösste
des Jahrzehnts.
1968 Die Geschäftsbereiche
der Firma werden in die folgenden vier Gruppen geteilt: Maschinen, Chemikalien,
Faser und Film, und Feldzeugmaterial. Jim Hait gibt seine CEO-Position
an Jack Pope ab. FMC wird ein massgeblicher Hersteller von synthetischem
Glyzerin, das für Zahnpasta, Kaugummi, Tabak und Kosmetika verwendet wird.
1969 Die OiLine-Abteilung
wird gegründet, um eine Behälterölpumpen- und Tauchmotorenserie herzustellen
und auf den Markt zu bringen.
1970 Die Chemikaliengruppe gründet die Environmental Planning
Department, die erste Abteilung von FMC, zur Feststellung
möglicher Umweltsprobleme. FMC gründet regionale Unternehmensfilialen
in Brüssel, Moskau, Sao Paulo, Buenos Aires und Tokyo. Die
Fertigung des LVTP7, eines neuen, aus Aluminiumpanzerplatten
hergestellten Water-Buffalo-Typs, beginnt. Eine Fabrik wird
in Dunfermline (Schottland) errichtet, um Bohrloch- und Absperrklappen
herzustellen und auf den Nordseemarkt zu bringen.
1971 Am 5.
November wird Robert Malott zum Präsidenten und CEO gewählt, wirksam ab
1. Januar 1972. Jim Hait tritt als Vorstandsvorsitzender zurück; an seine
Stelle tritt Benjamin Carter. Ausserdem treten Jack Pope, Paul Davies
und der Ehrenvorsiztende John Crummey, dreiundneunzigjährig und nach siebzigjähriger
Dienstzeit in den Ruhestand.
1972 Der Firmensitz
wird nach Chicago verlegt. FMC trennt sich von den nicht-gewinnbringenden
Unternehmen, einschliesslich Faser- und Pumpenwerke. Die Firma erhält
zwei grössere Militär-Aufgträge für die Entwicklung von Prototypen für
ein Mechanized-Infantry-Combat-Vehicle, einen Personaltransport mit verstärkter
Feuerkraft und Sicherheitsschutz und für ein gepanzertes Aufklärungsfahrzeug.
FMC entwickelt den FMC 2900R, einen Reiseomnibus. (Diese Serie lief 1976
aus.)
1973 Das Firmenidentitätsprogramm
wird eingeführt und damit ein eindrucksvolles neues Warenzeichen. Die
Firma entwickelt ein schnelles Raupenfahrzeug für die Forstwirtschaft
zum Anheben und Transportieren von Baumstämmen.
1976 McKinsey
& Co. führt eine Tiefenstudie über FMC durch. Die Firma führt das Good-Government-Programm
ein, wonach Ingenieure und leitende Angestellte Zuwendungen an politische
Kandidaten, deren Standpunkte die Interessen von FMC reflektieren, machen
können. Die Firma erhält einen Entwicklungsauftrag für das Fighting-Vehicle-System,
das später nach General Omar Bradley das Bradley-Fighting-Vehicle genannt
wird.
1977 Als Ergebnis
der McKinsey-Untersuchung wird FMC reorganisiert und umstrukturiert. Ray
Tower wird Präsident und Emiel Nielsen wird zum stellvertretenden Vorsitzenden
ernannt; beide fungieren als COO (Chief Operating Officers). Die Firma
gründet ein Büro in Washington (D.C.) für Regierungsangelegenheiten. Der
Foret-Anteil von FMC vergrössert sich um 41 Prozent auf 91 Prozent. Zur
gemeinsamen Herstellung von Personaltransportern (M113) in Belgien und
den Niederlanden schliessen FMC und eine belgische Firma einen Kooperationsvertrag
ab. Die Environmental Planning Department wird in den Firmenhauptsitz
verlegt, um Maschinen- und Chemikalienfabriken zu beaufsichtigen. FMC
erwirbt Marine Colloids Inc., weltführend in der Herstellung von Carrageenan
(einem Schlüsselbestandteil und Emulgierungsmittel in Lebensmitteln) und
Agarose (für medizinische Anwendungen, besonders auf dem wachsenden Gebiet
der Genforschung).
1978 FMC liefert
drei Prototypen des Bradley-Fighting-Vehicle für Proben an die Armee.
Eine Anlage wird in Araraquara eröffnet, um Extraktions- und Spritzgeräte
für die brasiliänische Zitrusindustrie herzustellen. FMC wird der zweitgrösste
Hersteller von Wasserstoffperoxid.
1980 Der Umsatz
ins Ausland steigt auf $1 Mia. FMC erhält einen Vertrag von $206 Mio.
für 100 Bradley-Fighting-Vehicles. Nach der Entdeckung eines beträchtlichen
Goldvorkommens in Elko County (Nevada) bildet die Firma ein 30-70 prozentiges
Joint Venture mit Freeport Minerals Co., um das Gold zu gewinnen; damit
tritt FMC in die Goldindustrie ein. Der Aufbau des Jerritt-Canyon-Tagebau
und des Goldwerkes beginnt. FMC führt Marshal, ein Furadan-Analogon auf
den europäischen und asiatischen Märkten ein.
1981 Das erste
Bradley-Fighting-Vehicle rollt im Mai von der Fertigunstrasse. FMC erhält
einen zweiten Auftrag für 400 Bradleys.
1982 FMC testet
das Aussolen in dem Green-River-Werk (Wyoming). Obwohl das Aussolen ein
gewöhnliches Extraktionsverfahren für Steine und Erden ist, wird FMC die
erste Firma, die das Aussolen mit Trona versucht. Die Firma entdeckt noch
ein Gold- und Silbervorkommen in der Nähe von Gabbs (Nevada). Der Besitz
wird nach einer naheliegenden Gebirgskette Paradise Peak genannt.
1983 Im September
treffen die Topmanager zusammen und stellen fest, dass FMC ihren Kunden
auf allen Geschäftsebenen und in allen Geschäftsbereichen mehr Aufmerksamkeit
widmen und ihre Mitarbeiter wirksamer einsetzen und schulen muss. Die
Firma verpflichtet sich, einen bestimmten Umweltschutzstandard einzuführen,
beginnt ihre Werke- und Geschäftsbereiche auf Umweltfreundlichkeit zu
prüfen und beschliesst, ihren Industriemüll zu reduzieren. FMC führt den
Matching-Gift-Plan ein, ein Programm, bei dem FMC jede Geldspende eines
Mitarbeiters an eine Universität oder Hochschule mit einem gleichen Betrag
honoriert.
1984 Das Bradely-Fahrzeug
ist das erste Waffensystem, dass von dem US Kongress die Auflage bekommt,
unter realistischem Beschuss getestet zu werden. Im Anschluss an diesen
Test werden Verbesserungen vorgenommen: der Benzintank wird an eine unempfindlichere
Stelle verlegt, Stahlbewehrung sowie Platten aus dem neuentwickelten Kevlar
werden als zusätzlichen Schutz gegen fliegendes Schrapnell installiert.
1985 Bei einem
Treffen in Scottsdale (Arizona) lancieren FMC-Manager ein neues, firmenweites
Geschäftsziel, nämlich "meistgeschätzter Zulieferer für unsere Kunden"
zu werden. Die Firma erwirbt Lithium Corp. of America, der weltweit grösste
Hersteller von Lithium, das in Batterien, Pharmazeutika, Schmiermitteln,
hochwiderstandsfähigen Kunststoffen und hochreinen Computerchips Anwendung
findet.
1986 Die Kapitalausstattung
der Firma wird umstrukturiert, so dass die Mitarbeiter nunmehr mit 36
statt 10 Prozent Anteilen an FMC beteiligt sind. Command, das Sojabohnenherbizid
wird auf den Markt gebracht. Die TV-Sendung "60 Minutes" stellt die Leistung
und Kosten des Bradley in Frage. Der erste Goldguss wird in Paradise Peak
durchgeführt.
1991 Im Februar
werden 2000 Bradleys zum Einsatz an den persischen Golf geschickt. Zusammen
mit Santa Fe Minerals installiert FMC das erste flusslinienverbundene
Unterseesystem im Golf von Mexiko. Im September wird der Präsident Bob
Burt nach Bob Malotts Eintritt in den Ruhestand im Oktober zum Vorsitzenden
und CEO ernannt. FMC verpflichtet sich, bis 1995 die Emissionsmenge von
17 Schlüsselstoffen auf 50% zu reduzieren. Die Firma eröffnet ein Carrageenanwerk
in Cork (Irrland) und führt ihre Fresh'n Squeeze Multi-Frucht-Entsafter
ein. FMC beginnt die Entwicklung des Advanced-Field-Artillery-System (später
umbennant Crusader), das Haubitze- und Versorgungsfahrzeug der nächsten
Generation. Die Firma versorgt das Statoil-Statfjord-Satellite-Projekt
(Kongsberg Offshore) mit Bohrausrüstung.
1992 Umsätze
erreichen $4 Mia. FMC und Harsco verbinden ihre Verteidigungsunternehmen;
FMC hat einen sechzigprozentigen Anteil. FMC bildet ein Joint Venture
mit NPO Sibneftegazprommashm für Bohrlochgeräte in Russland, gründet eine
Bohrausrüstungszentrale für die Nordsee in Stavanger (Norwegen) und eröffnet
eine Anlage in Pasir Gudang (Malaysia) zur Herstellung von Ausrüstung
für die Energiegewinnung und -übertragung. Die Umweltschutzbehörde genehmigt
die Anwendung von Rugby (Insekten- und Nematodenvertilgungsmittel) für
importierte Bananen und von Fury-Pyrethrin (Insektenvertilgungsmittel)
für Baumwolle. Talstar (Insekten- und Nematodenvertilgungsmittel) wird
in Japan eingetragen. FMC beginnt mit der Entwicklung des Armored-Gun-Systems,
eines leichten schnelleinsetzbaren Panzerabwehrfahrzeuges.
1993 FMC alliiert
sich mit der Unterseeentwicklungs- und Baufirma von Rockwater, Brown und
Root. Die Firma versorgt Amocos Liuhua-Projekt mit Energieausrüstung und
installiert Produktionsanlagen zur Zitrussaftherstellung für U.S. Sugar
Corp. FMC bildet viele Joint-Venture-Unternehmen: FMC Arabia für Verteidigungsausrüstung;
FMC Tyumen Petroleum Equipment für Bohrausrüstung in Russland; und P.T.
Bina Guna Kimia für Agrarchemikalien in Indoesien. Wegen der Erschöpfung
des Goldvorkommens in Paradise Peak, wird die dortige Anlage geschlossen.
FMC führt AviSphere (für Pharmazeutika mit Komponenten zur Langzeitwirkung)
und das Commander 30 Kargogerät ein. Die Firma erwirbt Kongsberg Offshore
A. S. (Untersee- Petroleumtechnologie- und Kontrollsysteme) und SOFEC
Inc. (Tiefwasserhafen und schwimmende Produktionsanlagen).
1994 Das Verteidigungsgeschäft
bekommt die Bezeichnung United Defense; die Zentrale des L.P. Food Machinery
Geschäfts wird für Globalisierungszwecke nach Europa verlegt. FMC erhält
von TechniCal die LogTec-Lebensmittelkonservierungslizenz und investiert
in neue Aussol-Technologien, um ihre Kapazität für kalziniertes Soda zu
erweitern und Kosten abzubauen. FMC entwickelt neue Lithiumquellen in
Argentinien. Die Firma bildet ein Joint Venture für Landwirtschaftsprodukte
in China und und weitere Joint-Venture-Unternehmen in Russland und Oman
für Energieanlagen. Ein Wasserstoffperoxid-Werk wird in Delfzijl (Niederlande)
errichtet. FMC beginnt mit der Entwicklung des Bradley A3, einer Weiterentwicklung
mit Elektronik und Software der nächsten Generation. FMC Gold schliesst
das Royal-Mountain-King-Bergwerk. FMC führt Belclene 494, einen industriellen
Wasserzusatzstoff ein und erwirbt die in Salta (Argentinien) ansässige
Jetway Systems (Fluggastbrücken).
1995 Umsätze
erreichen $4.5 Mia. Es ist ein Aufschwungsjahr für FMC-Energieausrüstung:
FMC alliiert sich für die nächsten fünf Jahre mit Shell Offshore Inc.
für Tiefwasserbohrungen und Ölverarbeitung und übernimmt die Energieausrüstung
für das Statoil-Norne-Projekt, das Arco-Gawain-Projekt und das Petrobras-Barracuda-Projekt.
Die Firma beginnt mit dem Entwerfen und der Entwicklung von HOST, dem
Hinge-Over-Subsea-Template-Modell für Statoil. FMC erwirbt Moorco International
Inc., einen führenden Hersteller von Ventilen, einschliesslich der Smith-Meter-
und Crosby-Ventile. Die Firma bildet kalzinierte Soda-Joint-Venture-Unternehmen
mit Nippon Sheet Glass und Sumitomo und liefert Fluggastbrücken für die
Kuala Lumpur und Penang Flughäfen. Das Sulfentrazone-Sojabohnenherbizid
wird in Brasilien und Paraguay eingetragen. FMC führt viele pharmazeutische
Produkte ein: die Tablettenbindemittel Endurance und Endurance-Plus, das
Superdisintegrationsmittel Accelerate, den kaubaren Arzneistoffträger
Avicel CE und Celphere für Dosierungen mit Langzeitwirkungskomponenten.
FMC Gold verkauft das Paradise-Peak-Bergwerk. FMC erwirbt FranRica (Tomatenverarbeitungs-
und aseptische Anlagen) und AT Biochem (DNA-Sequenzierung und Mutationsermittlung).
1996 Die Umsätze
steigen auf US$ 5 Mia. FMC stellt Energieausrüstungen für das Albacora-Projekt
von Petrobras sowie Shells Mensa-Projekt her. Ausserdem wählt Mobil unsere
Firma für die Herstellung von Unterseeanlagen für ihre westafrikanischen
Offshore Entwicklungungen. Die Herbizide Authority werden in Nordamerika
eingeführt. Unser chinesisches Joint-Venture-Unternehmen eröffnet ein
neues Agrarproduktwerk in Suzhou. FMC bringt den Flammenhemmstoff Reofos
RDP zur Herstellung von technischen Thermoplasten auf den Markt. Das pharmazeutische
Geschäft dringt mit dem Vertrieb der mikrokristallinen Zellulose Avicel
(ein Bindemittel) in den chinesischen Markt ein. Die Firma trennt sich
von FMC Gold Company und erwirbt Frigoscandia Equipment (Industrie-Gefrier-,
Brat- und Backeinrichtungen zur Lebensmittelverarbeitung), einschliesslich
Stein (Brat- und Backeinrichtungen sowie Paniermaschinen) und Sandei SRL,
den weltweit grössten Hersteller von kleineren Tomatenerntegeräten.
1997 Das Lebensmittelmaschinenunternehmen
wird umbenannt und heisst jetzt FMC FoodTech. FMC führt die Hochdruck-Wasserstrahlschneidemaschine
DSI 624 und den Dampfpasteurisierapparat (um Baktierienverunreinigungen
in Rindfleisch zu minimalisieren) ein. Die Firma versorgt das Shell-Mensa-Projekt,
das Petrobras-Barracuda-Projekt und das Mobil-Zafiro-Projekt mit Energieausrüstungen.
FMC alliiert sich für eine fünfjährige Zeit mit Mobil Lubricants. Die
Firma führt die folgenden Produkte ein: einen Coriolis-Massendurchsatzmesser,
um den Gas- und Öldurchfluss in Gasfernleitungen und Öl-Pipelines präzise
zu messen; das lösliche Phosphat Polyclear für flüssige Industriereinigungsmittel;
die hochaufnahmefähige kalzierte Soda AbsorptaPlus für Pulverwaschmittel;
die gereinigte Trona S-Carb, die als ein Tierfutteradditiv benutzt wird.
Das Sulfentrazone-Sojabohnenherbizid wird in den U.S.A. eingetragen und
als Authority Broadleaf eingeführt. FMC bringt das Sulfentrazone-Sojabohnenherbizid
(für Getreide) als Affinity, Lexus Class und Platform auf den europäischen
Markt. Zwei pharmzeutische Bindemittel werden auf den Markt gebracht:
Super-Tab für direkte Tablettenkompressionsvorgänge und die mikrokristalline
Zellulose Ceolus für kleinere leicht schluckbare Tabletten. Zwei Wasserzusatzstoffe
werden eingeführt: Belgard EV2030 für Kunden im Mittleren Osten und das
Biozid Bellacide 375 zur Bekämpfung von Mikroorganismen in Kühltürmen.
1998 FMC liefert
Energieausrüstungen für das Terra-Nova-Projekt von Petro-Canada und für
das Elf-Girassol-Projekt. Airport Products bringt den Schubtraktor, der
auf dem europäischen Markt populär ist, neu heraus. Das Lithiumwerk in
Argentinien beginnt mit der Produktion. FMC erteilt DuPont das exklusive
Recht, Sulfentrazone für amerikanische Sojabohnen zu verwenden, behält
sich aber die diesbezüglichen Rechte für alle anderen Märkte vor. Carfentrazone-Ethyl
wird in Amerika eingetragen und unter dem Namen Aim vermarktet.
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